Steinegarten

Pflanzen, Steine und mehr


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Pflanze des Monats: Dill (Anethum graveolens)

Dill

oder auch Gurkenkraut wird diese zarte Doldenblüherin genannt.

Dill ist eine einjährige Gewürzpflanze. Sie wird ca. 70 cm groß – mit Blütendolde auch bis zu  120 cm.

Dill wird bereits seit Urzeiten als Kulturpflanze angebaut und als Heil- und Gewürzpflanze verwendet. Nach Mittel- und Nordeuropa kam der Dill sicherlich durch „Kräuter-Mönche“,  die ihn in ihren Klostergärten anpflanzten. Das feine Kraut ähnelt auch sehr dem Fenchel. Es duftet frisch sehr intensiv – gebacken z.B. in einem Kräutertörtchen aber auch …

Schöne Bilder von dem zarten Kraut gibt es wie immer bei der Google-Bildergalerie.

Bei uns wird das zarte grüne Kraut  überwiegend für Salate und Gurkengerichte genutzt.  Der Samen hilft als Tee angeblich auch gegen Blähungen und ist Bestandteil vieler Magentees.

Mehr dazu bei Heilkräuter.de

Im Anbau ist die Pflanze  recht anspruchslos –  wer im Herbst von den letzten Dillpflanzen einige Blüten stehen lässt,  hat  im folgenden Jahr manchmal mehr Pflanzen als gewünscht.

Viele Rezepte mit Dill als Zutat gibt es u.a. natürlich bei Chefkoch.de

 


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Pflanze des Monats: Gänseblümchen (Bellis perennis)

Wunderschöne Blüten der Gänseblümchen sind derzeit auf vielen Wiesen und auf meinem Rasen zu finden:

Aus dichten Blattrosetten  spriessen vom Frühjahr bis zum Herbst ununterbrochen aufrechte, blattlose, meist 5 bis 15 cm lange Blütenstängel mit schönen Blütenkörbchen hervor.

Bevorzugte Standorte sind Weiden, Parkrasen und Gärten auf nährstoffreichem Boden.  gleichzeitig ist sie eine sogen. „Zeigerpflanze“ für verdichtete Böden und übernutzte Wiesen und Weiden. Aber die Blüten sind essbar und sehr dekorativ auf Salaten etc. Gleichzeitig wird sie auch als Heilpflanze genutzt (z.B. in der Homöopathie) – also schön und nützlich 😉


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Pflanze des Monats: Tulpen (Tulipa)

Die Tulpen (Tulipa) gehören zur Familie der Liliengewächse.

Die über 100 Arten wachsen ab April als Zierpflanzen in Parks und privaten Gärten.  Als Schnittblumen werden sie  fast „industriell“ gezüchtet. Die Niederlande sind der weltweit größte Tulpenproduzent. Am bekanntesten ist sicherlich der Keukenhof als Symbol für niederländische Tulpenpracht- und zucht ..

Eine bunte Pracht ist es derzeit überall –  in allen Farben, Formen und Größen gilt es diese Frühjahrblüherinnen zu bestaunen.


Die  Tulpenzwiebeln werden ca.  10 bis 20 cm tief in die Erde gesetzt und gedeihen am besten auf gut durchlässigem Boden. Ansonsten sind sie recht anspruchslos, was den Standort angeht. Sie gedeihen in der Sonne ebenso gut wie im Schatten. Je nach Sorte können die Tulpen zwischen 20 und 60 cm hoch werden. In Gruppen gepflanzt entsteht die beste Wirkung.

Nach der Blütezeit sollte mensch die verblühten Blüten vor der Samenbildung entfernen, aber mit dem Entfernen der Blätter so lange warten, bis sie völlig vergilbt sind.  Das sieht leider oft nicht sehr schön aus, aber bei Tulpen stirbt die alte Zwiebel nach der Blüte und nur bei richtiger Behandlung  bildet sich eine frische  Tochterzwiebel … Viele Zwiebeln blühen aber nach 2-3 Jahren einfach nicht mehr – dann muß mensch leider (?) neue Sorten einbuddeln ….

Wunderschöne alte Tulpensorten gibt es im Karlsruher Tulpenbuch von 1730 .

Lt. dem Grimmschen Wörterbuch

*  … stammen die  blume und ihr name stammen aus dem türkischen …,

*… die bezeichnung für musselin, insbes. für das turbantuch... mit dem die blüte der blume, die im pers.-türk. aber heute lalê heiszt, verglichen wurde …

* …ein dalmatischer hut, dieweil die blume, wann sie offen ist, ein gestalt eines dalmatischen hut  ….


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Pflanze des Monats: Rote Bete (Beta vulgaris)

Rote Bete oder Rote Beete oder Rote Rübe  ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse.

Ersteres erkennt mensch an der Rübenform 🙂 Die Verwandtschaft mit Mangold  ist bei den fast identischen Blättern zu sehen.

Rote Beete

Rote Bete  ist in Deutschland ein klassisches Herbst-/Wintergemüse. Die Aussaat kann ab Mitte April  erfolgen und  ab circa August bis zum ersten Frost können die leckeren und gesunden Knollen geerntet werden.

Die Knolle hat eine dünne Schale und besitzt darunter ein  purpurroten Fruchtfleisch mit aromatischem Geschmack. Die jungen Blätter schmecken auch gut im Salat. Beim Pikieren kann mensch auch schon die Miniknollen dekorativ verarbeiten … oder verpflanzen.

Blätter

Verarbeitet werden kann sie roh (geraspelt z.B. mit einem Apfel als Rohkostsalat) oder gkocht und dann weiterverarbeitet. Immer ist Vorsicht geboten – die austretende rote Farbe ist sehr intensiv ….

Mein Lieblingsrezept ist ein Rote-Bote-Kuchen aus dem Kochbuch „Kürbis, Mangold und Co.“:

Rote-Bete-Kuchen

Für 1 Springform (26 cm)

  • ca. 200 g Rote Beten
  • 5 Eier
  • 100 g Honig
  • 200 g Mandeln, gemahlen
  • 1 Prise Nelkenpulver
  • 100 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 1 EL Rum nach Belieben

Rote Beten schälen und fein reiben. Eier trennen, Eigelbe mit dem Honig cremig rühren. Nach und nach Rote-Bete-Raspeln, Mandeln, Nelkenpulver, Mehl und nach Belieben den Rum einrühren.

Form gründlich einfetten. Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Teig in die Form geben und im Ofen (Mitte, Umluft 170 Grad) in 50-60 Minuten goldbraun backen.

Tipp: Den abgekühlten Kuchen mit Zitronen- oder Schokoladenguss überziehen.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten

(aus Kürbis, Mangold & Co., Gräfe und Unzer Verlag)