Steinegarten

Pflanzen, Steine und mehr


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Pflanze des Monats: Amberbaum (Liquidambar)

Der Amberbau, besonders der in Europa als Zierbaum genutzte Amerikanische Amberbaum)

besticht durch seine wunderschöne Herbstfärbung

Die ahornähnlichen Blätter funkeln jetzt in der Sonne goldgelb bis leuchtend rot 🙂

Die hier gezüchteten Sorten sind schlank und beanspruchen auch im Alter maximal 3-4 m Kronendurchmesser und wachsen kegelförmig. Das ist für ausgewachsene Bäume relativ wenig und zeigt die Eignung des Amberbaums auch für kleine Gärten als „Hausbaum“ .

Der Stamm ändert seine Struktur je nach Lebensalter – sehr spannend wenn sich später die sogen. Korkleisten bilden (das   aus der Rinde gewonnene Harz des Amerikanischen Amberbaumes dient übrigens der Herstellung von Parfümen, Klebstoffen , Ölen + Kaugummi.)

Der Amberbaum braucht einen sonnigen windgeschützten Platz und möglichst Lehmboden – ansonsten bei Sandböden in trockenen Sommern gut gießen !!!

Der Amberbaum  trägt  männliche und weibliche Blüten getrennt von einander an einer Pflanze. Beide Blüten sind etwas unscheinbar: Die männlichen Blütenstände sind grünliche, meist aufrechte,5-7cm lange Ähren. Die weibl. Blüten sind etwas auffälliger und befinden sich in kleinen hängenden, kastanienähnlichen Kugeln. Blütezeit ist im Mai recht früh nach dem Blattaustrieb.

Die ersten Blüten + Früchte (kugelige, verholzte Fruchtkapseln bis 3 cm  verholzt , stachelig)  tauchen allerdings erst nach ca. 18 Jahren auf !!

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Pflanze des Monats: Borretsch (Borago officinalis)

Diese wunderschöne Pflanze trägt auf Grund ihrer auffallend blauen Blüten auch den schönen Namen Blauhimmelstern. Andere volkstümliche Bezeichnungen sind Herzfreude, Wohlgemutsblume und Liebäuglein. ( lt. Wikipedia ):

Für die übliche Bezeichnung Borretsch gibt es eine Reihe von Erklärungen. Einige Autoren leiten Borretsch vom lateinischen Wort borra, „Gewebe aus rauer Wolle“ ab und vermuten eine Beziehung zu den behaarten Stängeln und Blättern. Andere sind der Meinung, der Name stamme vom arabischen abu r-rach, „Vater des Schweißes“, und verweisen auf die in der Volksmedizin genutzte Eigenschaft des Borretschs, Schweißausbrüche hervorzurufen. Gelegentlich wird Borretsch aber auch auf das keltische Wort borrach (= Mut) zurückgeführt.

In unserem Garten hat der Borretsch sich an diversen Stellen ausgesät und wird immer mit einem Lächeln begrüßt – dieses leuchtende BLAU (manchmal aber auch ROSA) der Blüten, das Getummel der Insekten, das Kitzeln der borstigen Blätter, das Picken des Grünlings an den Samenständen – immer gibt es schöne Momente zu beobachten 🙂

 

 

 

 

 

 

 

Bevorzugt tummeln sich Hummeln und Bienen und fliegen unermüdlich jede Blüte an- aber auch Marienkäfer lieben die Pflanze:

Für einen Salat werden dann trotzdem ab und an einige Blüten abgezupft – es sieht einfach appetitlich aus und schmeckt gut.

Besonders hübsch sind in Eiswürfel eingefrorene Blüten.

Die jungen Blätter sollten für die Salatzugabe, Kräuterbutter oder die berühmte „Frankfurter Grüne Sauce“ sehr klein geschnitten werden und wegen der leicht toxischen Inhaltsstoffe nicht zu häufig gegessen werden.

Auch ein reines Borretsch-Pesto kann mensch aus den Blättern machen:

2 Sträußchen kleine zarte Borretschblätter, 50 g Sonnenblumenkerne, je 1/2 Tl Salz+ Pfeffer, Olivenöl

Die Borretschblätter + Sonnenblumenkerne mit einem Mixer zerkleinern. Salz und Pfeffer dazu geben und gut vermischen. Nach und nach soviel Olivenöl hinzufügen, bis eine homogene Masse entsteht.
Mit leckerer Pasta nach Wahl und etwas Nudel-Kochwasser vermischt servieren ( mit schönen Borretschblüten dekorieren 🙂 . Guten Appetit !


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Pflanze des Monats: Tomate (Solanum lycopersicum)

Die Eisheiligen sind vorbei – jetzt startet der Anbau der beliebtesten Gemüsesorte:  die Tomate.

Zwei Reifegrade

Der Tomatenverbrauch rangiert  mit ca. 24 kg pro Kopf unverändert in großem Abstand an der Spitze  – vor der Speisemöhre …

In fast jedem Garten oder auch auf Balkonen wird der Eigenanbau geprobt. In unseren Breitengraden ist leider die Erntesaison der köstlichen roten, gelben oder bunten Früchte sehr kurz.

Bunte Tomaten-Sammlung

Tomatenblüte

Unsere klimatischen Bedingungen haben der Tomate (Ursprung Mittel-/Südamerika) auch erst in den 50er Jahren einen Durchbruch im Privatanbau verschafft. Ein Gewächshaus oder eine „Regenabdeckung“ ist hier für den erfolgreichen Anbau fast zwingend notwendig….

Kleine unreife Tomate mit Blütenrest

Mittlerweile gibt es lt. Wikipedia deutlich über 2500 Sorten und mindestens nochmal so viele Züchtersorten, die nie angemeldet waren und deshalb auch nie einen Namen erhalten haben. Auch die Zahl jährlich neu hinzukommender Sorten ist beträchtlich. Insbesondere im Ökobereich hat die Zucht und Erhaltung  alter Sorten Tradition – auch in Supermärkten findet mensch sie mittlerweile  als sogen. „wilde Tomaten“ zu entsprechend hohen Preisen.

Kleiner Seitentrieb

In Wikibooks gibt es ein Handbuch  für den Tomaten-Anbau.

Sogar eine eigene Seite hat dieses vielseitig verwertbare Gemüse: http://www.tomaten.de/


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Pflanze des Monats : Ringelblume (Calendula officinalis)

Ich erfreue mich schon eine Weile an der beliebtesten Pflanze in meinem Naturgarten (und in  der Naturheilkunde): der schönen Ringelblume.

Ringelblume im Morgenlicht

Ringelblume im Morgenlicht

Wenn es der Pflanze am Standort gefällt (sie stellt keine besonderen Ansprüche, liebt aber etwas Sonne!), wird mensch in den nächsten Jahren neue Pflanzen durch Selbstaussaat im Garten vorfinden.

Bis in den späten Herbst kann mensch sich dann an den  Farben von  zartem Hellgelb über  kräftiges Orange-Gelb bis hin zu Rot-Orange erfreuen. Die gefüllten Ringelblumen-Sorten sehen fast aus wie kleine Chrysanthemenblüten.

Samen gibt es für niedrigwüchsige (bis 25 cm) oder höhere (bis 70 cm) Sorten.

Weil sich die Ringelblumen  gesundend auf den Gartenboden auswirken und mit ihrem strengen Duft die Schnecken in die Irre führen kann (die Jungpflanzen mögen dagegen Schnecken sehr gern – als bis zu Blüte aufgepasst !!) , sollte mensch  auch in Gemüsebeeten  (besonders im Kartoffelfeld) Ringelblumen auspflanzen.

Sie gilt als eine der wichtigsten Blumen der Mischkultur im biologischen Gartenbau.

Die Blütenblätter machen sich gut in/auf einem Salat und schmecken leicht nussig.

Die relativ großen Samen werden auch gerne von Vögeln gefressen – also zum „Blüh-Ende“ nicht aus ästhetischen Gründen alles abschneiden , sondern selber sammeln und den Rest für die Kleintiere noch etwas stehen lassen!

Als Knospe

Pharmazeutisch werden die getrockneten ganzen, bzw. die zerkleinerten Blütenkörbchen, oder die getrockneten Zungenblüten verwendet.

Äußerliche Anwendung findet sie z.B. bei Hautentzündungen, schlecht heilenden Wunden etc. Ringelblumensalbe, -Öl oder -Tinktur lässt sich leicht selber herstellen.

** Einfach ein Handvoll Blüten z.B.  in Melkfett aus der Apotheke auflösen und einige Zeit ziehen lassen – dann Blüten entfernen (z.B. durch einen Kaffefilter gießen) und das Melkfett wieder erkalten lassen.

** 2-3 Wochen in Olivenöl eingelegte Blüten (an einem warmen Standort gelegentlich schütteln) ergeben ein gutes Hautöl.

Ringelblumen werden als Teeaufgüsse, wässrige Auszüge, Tinkturen, Extrakte und Salben genutzt.

Gefüllte orangefarbene Blüte

Mit der Ringelblume habe ich quasi auch meinen eigenen Wetterdienst im Garten: Öffnen sich ihre Blüten schon am frühen Morgen gibt es den ganzen Tag über schönes Wetter 🙂

Sind die Blüten aber gegen sieben Uhr immer noch geschlossen, wird es wohl bald Regen geben…. 😦